4. Mai 2015

An der Pazifikküste entlang Richtung Süden…

Ich hätte wohl doch den Laptop mitnehmen sollen, damit könnte ich wohl mehr und schneller schreiben, als mit dem iPhone. Denn hier passiert soviel und man “gerät ständig irgendwo hinein”. Ich bin selbst davon beeindruckt wie gut es läuft, welche Leute man kennenlernt und vor allem über die wundervolle Natur in Costa Rica. 

Der zweite Tag in Jacó fing ruhig an. Ich besorgte mir einen Kaffee und etwas Frühstück in einem Backshop und ging damit zum Strand. 

Jacó ist für costa-ricanische Verhältnisse recht groß. Für unsere wiederum ein Dorf. Es gibt eine Mainstreet an der sich Bars, Autovermietungen, Surfshops und Souvenirläden reihen. Diese ist etwa 1-2km lang. Alle 250m gehen Querstraßen ab die zirka 100m lang sind und direkt zum Meer führen. Die Irin meinte, für 1-2 Tage ist Jacó okay, aber desto weiter man Richtung Süden kommt, desto besser wird es. Denn im Norden regiert der Tourismus.  Ein Haufen Amis und All-inkl-Touristen und wenig “pures Costa Rica”. 

   

       Mir hat es erst einmal gefallen, vor allem die Wellen waren spitze. Angenehme 2-4ft mit recht lang gezogenem Beachbreak. Sehr gut war auch das Hostel “Manga’s Surfhouse”. Manga ist hier eine lokale Surflegende mit jeder Menge Kontakten und richtig cool drauf. Hier traf ich dann auch Ben, der immer bei Manga’s eincheckt wenn er in Costa Rica ist. 

Bei ein paar Bier und einen “Sandwich” erzählte er mir, dass er hier schon seit Jahren nach der perfekten Welle suche. Eigentlich ist er Franzose, lebt aber seit 15 Jahren auf einer Insel in französisch Polynesien, etwa 200 km von Tahiti entfernt. Er arbeitet dort als Mathelehrer, ist Mitte vierzig und auf eine spezielle Weise verrückt oder beeindruckend – ganz sicher bin ich mir da noch nicht. Aber definitiv der coolste Mathelehrer den ich je traf! Irgendwann kam Manga zum Strand und fragte, ob wir Bock hätten mit ihm und den Jungs zum Skatepark zu fahren. 

Und so ging es in seinem Pick-Up auf zum Skatepark…

Nach ein oder zwei Stunden fuhren wir zurück und gingen noch etwas Essen und ein paar Bier trinken. Alles drehte sich nur um den großen Swell, der die Tage auf die Küste Treffen sollte. Sonst so ruhig, war Ben richtig aufgeregt, als er über die Planung der Nächsten Tage redete. “Morgen früh erst surfen und dann gleich nach Quepos, wenn es dort nicht gut ist, nach Pavones! Oder gleich um fünf los nach Dominical und dann Pavones oder gleich Pavones?!” 

Ich machte mir keinen Stress. Nach einer langen Nacht, versuchte ich heraus zu finden, wann die Busse Richtung Süden fahren. Was sich gar nicht so leicht gestaltete. Jeder sagt etwas anderes und Busfahrpläne, die öffentlich aushängen gibt es nicht. Am Terminal meinte der Angestellte, dass der Bus nach Quepos in zehn Minuten von der Haltestelle gegenüber abfahren sollte. 

Er kam erst zweieinhalb Stunden später. Das Gute daran, ich traf ein paar andere Backpacker mit denen die Zeit sehr schnell vorbei ging. Silvian – ein Franzose, Marianne – eine Kanadierin, Nathalia und Antia – beide Schweizerinnen. 

Wir fuhren gemeinsam nach Quepos und suchten uns dort ein Hostel, das “Open Frog Mouth Hostel”. Es war ganz ok, immerhin mit Pool. Nachdem wir eincheckten, sind wir zum Markt, am Hafen gegangen, um etwas für das Abendessen zu besorgen. Leider ist Quepos nicht der schönste Ort. Die meisten kommen nur her, um in den Nationalpark Manuel Antonio zu besuchen. Ich hingegen wollte weiter nach Dominical, um eine Freundin zu treffen. Der Bus dorthin fuhr am nächsten Morgen sogar pünktlich um 9:30 Uhr ab! 


Während der einstündigen Fahrt bewahrheiten sich die Worte der Irin. Je weiter man Richtung Süden vorstoß, desto schöner wurde es. Die Straßen waren nicht mehr befestigt und die Orte wurden kleiner – das waren zumindest kleine Indikatoren. So richtig merkte ich es erst, als ich ausstieg. Hier in Dominical ist nichts. Ein paar Hütten zwei/drei Mini-Markets, ein paar Surfschulen mit Hostel und zwei Restaurants. Alles weniger als 3 Minuten vom Strand entfernt. 


Ich liebe es hier!!! ❤️ …und ein Bisschen sollen auch die Bilder erzählen…

   
   

  

                  

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